VOLLES HAUS UND GROSSE STIMMEN (STIMMUNG) BEIM SOLIFEST IM MANNHEIMER FORUM AM 25. APRIL, DEM 40. JAHRESTAG DER NELKENREVOLUTION IN PORTUGAL.

programm solifest 2014-04-25Für das Publikum war es nicht nur ein tolles Kulturfest mit hoher Qualität sondern, durch die vielen gemeinsamen Aktivitäten, auch ein spürbares und hörbares Beispiel für diese solidarische Form des Miteinanders, die als Motto über der Veranstaltung stand. Ein gelungenes Fest der unterschiedlichen Kulturen. Für Solidarität und Menschenwürde, gegen die Willkür und das Diktat der finanziell Mächtigen und zur Solidarität mit den, von der Krise gebeutelten Menschen des Südens. Und es war eine gelungene eine Manifestation gegen die extreme Rechte.

Karlheinz Paskuda vom FORUM eröffnete mit einem Grußwort das von Bernd Köhler zusammengestellte und moderierte Programm. Reinhold Götz (1. Bevollmächtigter) sprach für die Mannheimer IG Metall und Birol Koca für den IGM-Migrationsarbeitskreis bevor Manuel Campos mit Liedern der portugiesischen Nelkenrevolution den Abend eröffnete. Es folgte begeisternd wie immer, JOANA begleitet von Adax Dörsam und mit frechen, französischen Chansons Blandine Bonjour und Françoise Saunier. Musik von Mikis Theodorakis in klassischer Form kam von Alexandros Bouras (Gesang) und Alexander Csery (Flügel). Die erste Viertelstunde des rund dreistündigen Programms gehörte aus aktuellem Anlass den Kolleginnen und Kollegen des Alstomchors die wieder einmal um die Existenz ihres Betriebes kämpfen - fein unterstützt von Bernd Köhler und den famosen Musikanten des kleinen elektronischen weltorchester (ewo2)

Veranstalter war die Mannheimer IG Metall, die einmal mehr bewiesen hat, dass es ein (auch betriebliches) Publikum für solch aussergewöhnliche kulturelle Veranstaltungen gibt. Der Erlös geht in soziale Hilfsprojekte in die Länder des Südens.

Bilder von der Veranstaltung hier

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FÜR EIN EUROPA DER GEWERKSCHAFTLICHEN SOLIDARITÄT!
GEMEINSAM GEGEN FREMDENHASS UND DIE EXTREME RECHTE

40. Jahrestag der portugiesischen Nelkenrevolution

Großes Kulturfest mit Manuel Campos (Portugal), Alexandros Bouras und Alexander Csery (Griechenland), JOANA und Adax Dörsam, Bernd Köhler und ewo2 (Hans Reffert, Jan Lindqvist und Laurent Leroi), Blandine Bonjour und Françoise Saunier sowie dem ALSTOMCHOR Mannheim

Für internationale Speisen und Getränke ist gesorgt

Jugendkulturzentrum FORUM 25. April 2014

Einlass: 18.30 Uhr
Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt: 7 Euro
Gewerkschaftsmitglied: 5 Euro
Ermäßigt: 3 Euro

Flyer mit Progamm zum Download

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Harte Fronten nach Rauswurf von Betriebsrat

Von unserem Redaktionsmitglied Matthias Kros

ARBEITSRECHT: Gütetermin im Streit bei nora ohne Ergebnis

Mannheim. Keine Bewegung im Streit um die fristlose Kündigung des Betriebsrats Helmut Schmidt beim Weinheimer Bodenbelaghersteller nora systems. Der gestrige Gütetermin vor dem Mannheimer Landgericht brachte trotz eindringlicher Mahnungen von Richter Wolfgang Gruber keine Annäherung. Mitte November wird es deshalb zu einer Anhörung kommen.

In dem Streitfall geht es um den Ausschluss von Schmidt aus dem nora-Betriebsrat sowie seine anschließende Entlassung, der der Betriebsrat zugestimmt hat. Mit beidem muss sich nun das Gericht beschäftigen. „Ein schwieriger Fall”, wie Gruber meint, der Ausgang sei „relativ offen”. Er ließ darüber hinaus durchblicken, dass vor allem Schmidts Ausschluss aus dem Betriebsrat im Fokus der Verhandlung stehen dürfte. „So etwas kommt in Deutschland höchst selten vor.” ...

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jungeWelt, 23. 7. 2012

Bei nora systems in Weinheim wurde ein langjähriger Betriebsrat fristlos gekündigt.
Ein Gespräch mit Wolfgang Alles

Interview: Daniel Behruzi

IG-Metall-Betriebsrat bei Alstom in Mannheim und aktiv im Komitee »Solidarität mit Helmut Schmitt«Wolfgang Alles ist IG-Metall-Betriebsrat bei Alstom in Mannheim und aktiv im Komitee »Solidarität mit Helmut Schmitt«

Bei dem Bodenbelaghersteller nora systems GmbH, ehemals Freudenberg Bausysteme KG, in Weinheim ist das langjährige Betriebsratsmitglied Helmut Schmitt zunächst aus dem Betriebsrat ausgeschlossen und dann fristlos gekündigt worden. Die Mehrheit der Beschäftigtenvertretung wirft ihm vor, die Betriebsratsarbeit »auf breiter Front boykottiert« und das Ansehen des Gremiums durch »gezielte Angriffe und Falschinformationen« beschädigt zu haben. Das Unternehmen wiederum begründet die Entlassung mit einer Störung des Betriebsfriedens. Was ist zu den Vorwürfen zu sagen?

Sie sind offenkundig falsch und haltlos. Helmut Schmitt steht für 31 Jahre aktive und konsequente Betriebsratsarbeit. Deshalb ist die Unterstellung des Boykotts der Betriebsratsarbeit absurd. Wenn das Ansehen des Gremiums in der Belegschaft und der Öffentlichkeit beschädigt worden ist, dann durch das unternehmensnahe Agieren der Betriebsratsmehrheit. Kritische Stellungnahmen zu derartigen Verhaltensweisen sind weder »gezielte Angriffe« noch »Falschinformationen«, sondern die ureigene Aufgabe jedes nicht korrupten Betriebsrats.

Wenn die Vorwürfe nicht zutreffen, was steckt dann hinter der Entlassung?

Alle uns zur Verfügung stehenden Informationen weisen darauf hin, daß es hier um die zielstrebig und von langer Hand vorbereitete Ausschaltung eines aktiven Betriebsratsmitglieds geht. Helmut Schmitt hat bei den letzten Betriebsratswahlen im Jahr 2010 mit Abstand die meisten Stimmen erhalten. Er hat im Jahr 2007, als die damalige Freudenberg Bausysteme KG an einen Konkurrenten verkauft werden sollte, entscheidend zum Widerstand der Belegschaft beigetragen. Mit Torblockaden und Arbeitsniederlegungen konnten die Pläne Freudenbergs seinerzeit zunächst verzögert werden. 2008 haben dann die Finanzinvestoren Capiton und L-EA, eine Tochter der dem Land Baden-Württemberg gehörenden L-Bank, die Firma übernommen. Seitdem firmiert der Bodenbelaghersteller als nora systems GmbH. Offensichtlich will die Geschäftsleitung in Absprache mit der Betriebsratsmehrheit jetzt verhindern, daß sich die Belegschaft erneut gegen einen Verkauf wehrt, der mit Arbeitsplatzabbau, Lohnkürzungen und anderen Nachteilen für die Beschäftigten verbunden sein könnte.

Die Unternehmensleitung erklärt, es bestehe kein Zusammenhang zwischen der Kündigung und dem geplanten Verkauf von Nora Systems an einen Mitbewerber.

Wir haben weder bei den rund 900 Kolleginnen und Kollegen der nora systems GmbH noch in der Öffentlichkeit jemanden gefunden, der diese Darstellung ernst nimmt.

Das Solidaritätskomitee hat in der vergangenen Woche mit einer Flugblattaktion vor dem Werkstor seine Sicht der Ereignisse dargestellt. Wie waren die Reaktionen der Belegschaft?

Bis auf die Betriebsratsmehrheit, die sich auf Medienanfrage von dem Solidaritätskomitee »distanziert« hat, konnten wir nur sehr positive Rückmeldungen verbuchen. Manche nora-Kollegen haben sogar Flugblätter zum Weiterverteilen in den Betrieb mitgenommen.

Wie geht es jetzt weiter? Was können Außenstehende tun, um Helmut Schmitt zu unterstützen?

Helmut weiß, daß er sich nicht nur auf die Unterstützung des Solidaritätskomitees verlassen kann, sondern auch auf Betriebsratsgremien und Gewerkschaftsgliederungen aus der Region um Weinheim und darüber hinaus. Protestschreiben an die Geschäftsleitung und die Betriebsratsmehrheit der nora systems GmbH (Höhner Weg 2–4, 69465 Weinheim) sind ebenso sinnvoll wie Solidaritätsbekundungen an Helmut Schmitt wünschenswert. Schließlich sollten möglichst viele Gewerkschafter Helmut bei den im August anstehenden ersten Arbeitsgerichtsterminen begleiten.

Kontakt Solidaritätskomitee: Industriepfarrer i.R. Martin Huhn, Ludwig-Richter-Str. 6, 68163 Mannheim, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; hier auch Solidaritätskonto anfragen.
Weitere Infos: www.labournet.de/branchen/chemie/allg/index.html
Den Artikel finden Sie unter: www.jungewelt.de/2012/07-23/047.php

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