IndustrieEnergie Aktuell IGM

Für Zukunft und Beschäftigung

Solidarität mit den Kollegen/innen der GE/Alstom-Standorte Mannheim, Bexbach, Wiesbaden und Stuttgart

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Pläne des General Electric Managements zum Kahlschlag an den GE-Standorten (ehemals Alstom) Mannheim, Bexbach, Wiesbaden und Stuttgart bedrohen über 1.700 Arbeitsplätze in Deutschland. Das trifft uns ins Mark.

Die Folgen dieser Konzernentscheidung mit massivem Personalabbau werden neben den GE-Beschäftigten und ihren Familien auch die Zulieferer und viele Menschen in den betroffenen Städten und Regionen spüren. Aber diese Entscheidung nehmen wir nicht hin!

Mit diesen Plänen würde Deutschland technologisches Know-how zum kritischsten Zeitpunkt verlieren. Denn das Land braucht Eure Kraftwerkstechnik im Zuge der Energiewende. Noch sind die erneuerbaren Energien nicht so weit, um den Strombedarf verlässlich zu decken. Eure Kraftwerke werden noch lange gebraucht. Sie sind schnell hochzufahren, produzieren wenig klimaschädliches CO₂ und lassen sich permanent weiterentwickeln. Die weltweiten Märkte verlangen nach dieser Technologie.

Der 5-Punkte-Plan - die gemeinsame Initiative der IG Metall, des VDMA Power Systems, der Unternehmen und der Betriebsräte zur Zukunfts- und Beschäftigungssicherung - zeigt einen Weg, um Beschäftigung und Standorte des deutschen Energieanlagenbaus zu sichern. Diesen 5-Punkte-Plan haben der Vorstandsvorsitzende der Alstom Power AG und der Präsident & CEO von GE Europe und GE Deutschland Holding noch kürzlich mit unterzeichnet.

Wir erwarten, dass diese Unterschriften gelten und das GE-Management sich an seine Zusagen hält!

Die heimischen Standorte mit dem dort vorhandenen hohen Innovationspotenzial gut ausgebildeter Fachkräfte müssen wettbewerbsfähig gehalten und fortentwickelt werden. Hochqualifizierte Arbeitsplätze dürfen nicht verschwinden!

Wir unterstützen Euren Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze und Standorte. Wir ver-sichern Euch unserer solidarischen Unterstützung. Das Branchenteam der IG Metall, alle Betriebsräte im Energieanlagen- und Kraftwerksbau und die IG Metall stehen hinter Euch.

Mit solidarischen Grüßen
Wolfgang Lemb
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall

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AfA

Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen
des SPD Kreisverband Mannheim

c/o SPD Regionalzentrum Rhein Neckar Bergheimer Straße 88, 69115 Heidelberg

 

Liebe Kollegin Elisabeth Möller,
liebe Kolleginnen und Kollegen des Betriebsrats und des Vertrauenskörpers,

wir sind empört über das Vorhaben von GE, den Standort Mannheim-Käfertal zu zerstören. Diese Entscheidung ist nicht nachvollziehbar. Sie ist ein schwerer Schlag für Euch, die ihr erfolgreich in der Vergangenheit für diesen Industriestandort gekämpft habt, aber auch für uns, unsere Stadt sowie für unsere Region.

Wir alle haben nach dem für GE erfolgreichen Bieterwettbewerb gehofft, dass nun ein starker industrieller Partner gemeinsam mit Euch die Herausforderungen der Zukunft meistern und die Fabrik für die Zukunft fit machen wird.

Über die Entscheidung des GE Managements sind wir sehr enttäuscht.

Wir rufen GE auf, von seinen verantwortungslosen Plänen Abstand zu nehmen und seiner unternehmerischen Verantwortung gerecht zu werden und die Arbeitsplätze am Standort Mannheim und an den anderen betroffenen Standorten in Stuttgart und Bexbach zu erhalten. Es gibt Alternativen zur Schließung des Standorts Mannheim Käfertal und der anderen betroffenen Standorten. Das ist – das habt Ihr gezeigt – möglich.

Es gilt: Der Verlust eines jeden Arbeitsplatzes ist einer zu viel.

Wir sichern Euch unsere Solidarität und unsere Unterstützung in dieser Auseinandersetzung zu.

Das Motto für die gesamte Region und die gesamte Stadt in dieser Auseinandersetzung kann nur sein:

Résistance.

Mit solidarischen und kämpferischen Grüßen
Für den AfA Kreisvorstand
Belamir Evisen

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Der Mannheimer Gemeinderat hat in seine gestrigen Sitzung folgende Erklärung beschlossen:

Mit großer Bestürzung haben wir, die Mannheimer Stadrätinnen und Stadträte, die Restrukturierungspläne des General Electric-Konzerns vernommen. Der am 13. Januar 2016 bekannt gewordene Stellenabbau in bisher ungeahnter Größenordnung trifft insbesondere den traditionsreichen Mannheimer Standort von GE, ehemals: Alstom/ ABB/BBC, mit einer mittlerweile über 100jährigen Geschichte des Turbinenbaus, hart.

Die Pläne bedeuten das Aus für den Produktionsstandort Mannheim. Neben der Schließung der Turbinenproduktion werden viele weitere Bereiche des Unternehmens betroffen sein. Zurück bliebe in Mannheim ein Rumpfgebilde ohne wesentliche Kernkompetenzen und Überlebenschancen. Die Ankündigung, 1066 Arbeitsplätze in Mannheim abzubauen, trifft neben den bei GE-Beschäftigten auch alle Angehörigen, Familie und Freunde sowie viele Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Wir nehmen großen Anteil an den Sorgen um die eigene berufliche wie persönliche Zukunft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von GE.

Die Hoffnung, dass die neuen Eigentümer des ehemals zu Alstom gehörenden Unternehmens das Potential dieses traditionsreichen Produktionsstandortes und seiner erfahrenen Belegschaft zu würdigen und zu nutzen wissen, hat sich zerschlagen. Essentielles Know-How in der Energietechnologie droht unwiederbringlich verloren zu gehen. Der industrielle Kern mit über Tausend qualifizierten Arbeitsplätzen fiele weg.

Die zu großen Teilen industriell geprägte Wirtschaft In der Metropolregion Rhein-Neckar bildet das starke Rückgrat von Wertschöpfung und Wohlstand. Ohne die erfolgreich am Markt agierenden Industrieunternehmen aus unserer Region, davon viele aus der Metall- und Elektroindustrie, und ihre motivierten Beschäftigten mit ihrem einzigartigen Know-How ist unsere Wirtschaft nicht in der Lage, die großen Aufgaben des globalen 21. Jahrhunderts wie Energiewende, Digitalisierung und Technologie 4.0. zu bewältigen. Mannheim braucht eine starke Industrie mit qualifizierten Arbeitsplätzen. Sie ist Garant für Wertschöpfung und Wohlstand.

Bis dato hat sich der GE-Konzern geweigert, mit den Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitnehmerseite über eine nachhaltige und tragfähige Zukunftskonzeption für den Standort Mannheim-Käfertal zu sprechen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Die Gewerkschaft IG Metall und der Mannheimer Betriebsrat haben ihrerseits fundierte Vorschläge entwickelt, die eine echte Perspektive für das Werk in Mannheim und die langfristige Sicherung der Beschäftigung enthalten. Diese verdienen es, ernsthaft diskutiert und beraten zu werden.

Der GE-Standort in Mannheim mit seinen bisher 1800 Beschäftigten besitzt aufgrund der gewachsenen Strukturen eine große Bedeutung im Energieanlagenbau, u.a. unter anderem im Bereich der konventionellen Kraftwerke. Deutschland nimmt zudem insgesamt eine Schlüsselrolle als Technologielieferant im Energiesektor weltweit ein. Diese Technik sollte
im Zuge des Klimaschutzes und der zunehmenden Bedeutung der Erneuerbaren Energien weltweit weiterentwickelt, eingesetzt bzw. genutzt werden. Hierbei kann der Standort Mannheim-Käfertal eine wichtige Rolle einnehmen.

Die Vorschläge der Arbeitnehmervertretung sehen einen erweiterten Produktmix, neue Geschäftsfelder und Produkte, beispielsweise beim Rückbau der Kernkraftwerke, erhebliche Optimierungspotentiale in Fabriklayout- und -organisation sowie bei der Beseitigung von Doppelstrukturen und Hierarchieebenen vor. In Summe können diese zu einer erheblichen Reduzierung von Fixkosten und zu Effizienzsteigerungen von bis dazu 30 % führen. Der Standort Mannheim ist wettbewerbsfähig, hat hochmotivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und besitzt herausragende Kompetenzen, die kurz- und mittelfristig nicht an anderen Standorten aufgebaut werden können. GE könnte in Mannheim erfolgreich und mit positiven Betriebsergebnissen aufgestellt werden.

Wir appellieren an GE, seiner unternehmerischen und sozialen Verantwortung gerecht zu werden und zu konstruktiven Gesprächen mit der Arbeitnehmerseite zurückzukehren. Wir fordern, die massiven Schließungs- und Abbaupläne zurückzunehmen.

Wir fordern, dass das Zukunftskonzept der Arbeitnehmer ernsthaft diskutiert wird. Die Beschäftigten bei GE haben eine faire Chance verdient. GE Mannheim braucht eine Zukunft.

In diesem Bestreben sind wir vereint mit den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt, dem Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, den Vertreterinnen und Vertretern der Stadtspitze, den Mannheimer Abgeordneten aus Kommunal-, Landes- und Bundespolitik sowie vielen weiteren engagierten Organisationen und Repräsentanten aus Wirtschaft und Gesellschaft.

Wir werden uns gemeinsam mit allen Kräften für den Erhalt des Standortes Mannheim-Käfertal und der Arbeitsplätze einsetzen.

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Header IGMDie Kolleginnen und Kollegen des Ortsvorstandes der IG Metall Geschäftsstelle Ludwigshafen-Frankenthal erklären sich solidarisch mit den Beschäftigten von GE/ Alstom in Mannheim-Käfertal.

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