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11. 10. 2010

10 Jahre GFA:
GESUNDHEIT FORDERT AKTIONEN!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

vor 10 Jahren haben wir mit Unterstützung der IG Metall einen bedeutenden Erfolg für den Schutz unserer Gesundheit errungen. Der nach jahrelangen Auseinandersetzungen am 10. Oktober 2000 erstrittene Spruch über Gefährdungsanalyseverfahren (GfA) war von bundesweiter Bedeutung.

Obwohl wir gemeinsam seit über 20 Jahren Angriffe auf die Arbeitsplätze in Mannheim-Käfertal abwehren müssen, sieht der Betriebsrat den Schutz der physischen und psychischen Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen als zentrales Thema seiner Arbeit an.

Der jahrzehntelange Umgang mit Asbest hat eine immer noch steigende Zahl von Kolleginnen und Kollegen zu einem qualvollen Sterben verurteilt. Mittlerweile sind zudem psychische Erkrankungen massiv auf dem Vormarsch. Eine an Quartalszahlen orientierte Ausnutzung der Arbeitskraft hat „Burnout” zu einer beängstigend wuchernden Erscheinung werden lassen.

Mit der GFA verbinden wir drei Hauptziele:

  1. Es sollen alle noch bestehenden Gesundheitsgefährdungen erkannt und beseitigt, zumindest aber verringert werden. Das ermöglicht uns ein längeres, besseres und gesünderes Leben.
  2. Alle Kolleginnen und Kollegen sollen über eine fortlaufende Dokumentation aller physischen und psychischen Gefährdungen während ihres Arbeitslebens verfügen. Das hilft, bei berufs-bedingten Erkrankungen unsere Interessen durchsetzen und Ärzten sowie Krankenkassen entsprechende Hinweise geben zu können.
  3. Unsere Sensibilisierung für die Gesundheits- und Unfallrisiken am Arbeitsplatz soll weiter verbessert werden. Das kann arbeitsbedingte Erkrankungen und Unfälle vermeiden helfen.

Für sich sprechen mittlerweile fast 3400 Einzelmaßnahmen zur Verringerung physischer und psychischer Belastungen und eine sehr aktive Beteiligung unserer Kolleginnen und Kollegen an der GfA.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Ankündigungen der Konzernleitung betonen wir: Bei der konsequenten Verteidigung unserer Arbeitsplätze und unserer Gesundheit sind wir auf Euch alle angewiesen. Unsere Arbeitsplätze und unsere Gesundheit sind mehr wert als Profite!

Mit kollegialen Grüßen,

Betriebsrat
Alstom Mannheim-Käfertal

gez. Udo Belz            gez. Jürgen Vierling

Bei Fragen oder Anregungen zur GfA wendet Euch bitte an unserer GfA-Kommissionsmitglieder Wolfgang Alles (Tel. 5463), Hans Lehotsky (Tel. 3793), Egon Mäurer (Tel. 8990), Holger Nickel (Tel. 2309), Yamina Rausch (6166) und Desiree Wilhelm (Tel. 2327)

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MannheimLiebe Kolleginnen und Kollegen,

der 1. Mai ist eine gute Gelegenheit, um gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bereichen in der Öffentlichkeit für unsere Ziele einzutreten.

Sichere und gesunde Arbeits- und Ausbildungsplätze mit einem guten Einkommen stehen hier sicherlich an erster Stelle. Es drohen aber noch massivere Angriffe auf die sozialen Interessen der großen Mehrheit der Bevölkerung - auf Beschäftigte, Erwerbslose, Auszu­bildende, Studierende, Kinder und RentnerInnen. Wir müssen deutlich machen, dass wir nicht weiter die Ze­­­­che für die Verant­wortlichen und Pro­­fiteure der Finanz- und Wirtschaftskrise zahlen wollen.

Diese Krise hat nicht nur die Bankenwelt an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Millionen Menschen haben schon jetzt ihre Arbeit, ihr Einkommen, ihre Unterkunft und ihre Perspektiven verloren. Viele Kommunen sind finanziell am Ende. Dennoch gaukeln uns Politik, Wirtschaft und Medien die Überwindung der Krise vor.

Für die Banken gibt es einen milliardenschweren Schutzschirm, der aus unseren Steuergeldern finanziert wird. Für ihre Interessen sollen wir jetzt erneut auch im Fall Griechenland zahlen.

Wir fragen: Wo bleibt ein entsprechender sozialer Schutzschirm für die große Mehrheit der Bevölkerung?

Wir sollten am 1. Mai auch deutlich machen, dass weder der schmutzige Krieg in Afghanistan noch die geplante Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken in unserem Interesse sind.

Es ist Zeit, aktiv zu werden!

Deshalb kommt mit Euren Familien, Freunden und Bekannten zur Demonstration um 10:45 Uhr ab Gewerkschaftshaus Mannheim und beteiligt Euch an der Kundgebung um 11:45 Uhr auf dem Marktplatz. Dort freuen sich die IGM-Vertrauensleute von Alstom an ihrem Info-Stand über Euren Besuch. Das detaillierte Programm zum 1. Mai 2010 ist im folgenden PDF ersichtlich.

Mit kollegialen Grüßen

Betriebsrat Alstom
Mannheim-Käfertal

gez. Udo Belz          gez. Jürgen Vierling

 Plakat zum Download 588.56 KB 

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BR-Info-Kopf

Aktionstag 20. März: „Wir zahlen nicht für eure Krise!”

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am kommenden Samstag, dem 20. März, finden in Stuttgart und Essen Aktionen und Kundgebungen statt unter dem Motto: Nicht auf unserem Rücken. Wir zahlen nicht für eure Krise!

Mit diesem Aktionstag soll ein weiteres Zeichen gesetzt werden gegen die geplante Abwälzung der Krisenlasten auf die große Mehrheit der Bevölkerung - Beschäftigte, Erwerbslose, Auszubildende, Studierende und RentnerInnen.

Die Krise hat nicht nur die Finanzwelt an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Millionen Menschen haben bereits ihre Arbeit, ihre Wohnungen und ihre Lebensperspektiven verloren. Dennoch gaukeln uns Politik, Wirtschaft und Medien die wirtschaftliche Erholung vor.

Für die Banken gibt es einen milliardenschweren Schutzschirm. Wo bleibt der soziale Schutzschirm für uns?

Es ist Zeit, aktiv zu werden!

In Stuttgart ruft deshalb der DGB Region Nordwürttemberg zum öffentlichen Protest auf. Die dortige Kundgebung beginnt um 11.00 Uhr und endet gegen 15.00 Uhr. Unter anderem werden Bernd Köhler und der Alstom-Chor auftreten.

Von Mannheim aus fahren Busse um 8:45 Uhr ab dem Gewerkschaftshaus (die Rückkehr ist voraussichtlich gegen 15 Uhr). Anmeldungen für die Fahrt nach Stuttgart sind bis spätestens Donnerstag, den 18. 03. beim Betriebsrat möglich.

Mit kollegialen Grüßen

Betriebsrat Alstom
Mannheim-Käfertal

gez. Udo Belz           gez. Jürgen Vierling

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BR-Info-Kopf

8 gute Gründe für unsere Forderung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Tarifrunde spitzt sich zu. Der Betriebsrat appelliert an Alstom, seinen Einfluss im Unternehmerverband geltend zu machen und keinen Streik zu provozieren!

Wie üblich versuchen Unternehmer und Medien die Forderung der IG Metall klein zu reden. Besonders schäbig: Sie wollen, dass wir den Bankrott der Banken und Spekulanten zweimal zahlen! Mit unseren Steuergeldern und mit Lohnzurückhaltung!

Aber wir haben die besseren Argumente!

  1. Jeder von uns weiß es. Das Leben ist viel teurer geworden. Für jung und alt. Mehrwertsteuererhöhung, Energie, Lebensmittel, Kraftstoffe, Gesundheit, Ausbildung...
  2. Damit unser Lebensstandard nicht noch weiter sinkt, brauchen wir höhere Entgelte und Ausbildungsvergütungen!
  3. Deutschland ist Exportweltmeister. Die Metall- und Elektroindustrie im allgemeinen und der Maschinenbau im besonderen sind die zentralen Stützen des Exports!
  4. Dennoch ist der Anteil der Löhne und Gehälter am Umsatz der Branche von 25 % in 1995 auf aktuell 15,8 % gefallen!
  5. Die Gewinne in der Metall- und Elektroindustrie (auch bei Alstom) sind auf Rekordniveau. Nettogewinn 2007: 44,7 Milliarden Euro!
  6. Unsere gute Arbeit in den Werkshallen, auf den Baustellen und in den Büros ist die Grundlage für diese Rekordgewinne!
  7. Wir müssen immer mehr leisten. Auch deshalb wollen wir mehr Geld!
  8. Wer weniger Geld hat, kauft weniger. Eine deutliche Reallohnerhöhung stärkt hingegen die Binnennachfrage und sichert Arbeitsplätze!!!

Uns ist noch nie ein Cent Entgelterhöhung geschenkt worden. Wir wissen aus Erfahrung: Nur wenn wir Druck machen, bewegen wir etwas!

Auch jetzt gilt: Nur wer kämpft, kann gewinnen! Jede und Jeder ist jetzt gefordert!
Deshalb gemeinsam konsequent für 8 %!

Mit kollegialen Grüßen

Alstom Betriebsrat
Mannheim-Käfertal
Udo Belz Ralf Eschmann

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BR-Info-Kopf

Rekordgewinne in der Metall- und Elektroindustrie. Jetzt sind wir dran! Deshalb: Konsequent für 8 %!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das so genannte Angebot des Unternehmerlagers in der dritten Verhandlungsrunde bedeutet Reallohnabbau! 2,1 % ab dem 01.01.2009 plus 0,8% Einmalzahlung auf das jeweilige Jahresentgelt für die Monate November und Dezember sind ein Hohn. Dieses „Angebot” bedeutet noch nicht einmal den Ausgleich der offiziellen Inflation! Real bedeutet das 1,8 %, denn der Tarifvertrag ist bereits am 31. Oktober 2008 ausgelaufen.

Die Metall- und Elektroindustrie hat Umsatz- und Gewinnrekorde verbucht. Alstom steuert eine Umsatzrendite von 15 % an. Wir hingegen sollen mit Almosen abgespeist werden. Dabei sind wir es, die mit unserer Arbeitskraft die Unternehmenserfolge ermöglichen.

Der Betriebsrat hat Alstom bereits im letzten BR-Info aufgefordert, die Provokationen von Gesamtmetall zu stoppen. Bisher können wir jedoch nur sehen, dass die Gegenseite offensichtlich den Streik will!

Das unakzeptable Unternehmer-„Angebot” fordert wissentlich einen Großkonflikt heraus. Aber: Wer Wind säht, wird Sturm ernten!

Mittlerweile haben sich über 250.000 Kolleginnen und Kollegen aus rund tausend Betrieben an Warnstreiks beteiligt. Und jeden Tag werden es mehr.

Wir lassen uns weder für dumm verkaufen noch als Sündenböcke für die Zocker und Verursacher der Finanzkrise missbrauchen! Wir treten daher massiv für unsere Forderung nach 8 % mehr Lohn und Gehalt aktiv ein! Denn Millionen sind stärker als Millionäre!

Lasst uns deshalb gemeinsam kämpfen! Konsequent für 8 %!

Mit kollegialen Grüßen

Alstom Betriebsrat
Mannheim-Käfertal
Udo Belz Ralf Eschmann

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